Typekit-Schriften aus der Adobe Creative Cloud

 

Bei Typekit handelt es sich um einen integrierten Abonnementdienst mit einer grossen Schriftenbibliothek für die Verwendung in diversen Desktop-Applikationen der Creative Cloud sowie auf Websites.

Typekit-Schriften

Seit der Adobe Creative Cloud hat sich im Bereich der Schriftenauswahl einiges getan. Eine standardmässig aktivierte Voreinstellung erlaubt den Zugriff auf Typekit. Ein Creative Cloud-Abonnement umfasst automatisch eine so genannte Typekit-­Portfolio-Abo-Option. Damit können Benutzer mit einem Creative Cloud-Abonnement erst mal auf eine beschränkte Auswahl von Typekit-Schriften zugreifen und diese im Web und auf dem Desktop verwenden.

Typekit-Schriften erreicht man aus einem unterstützten CC-Programm in deren Schriftauswahl. Damit öffnet sich Typekit.com im Browser. Anderseits kann man sich mit einer gültigen Adobe-ID und dem Kennwort bei Typekit.com anmelden.

Schriften aussuchen

Schriften werden in Typekit mit dem Namen der Schrift und dem Namen des Herstellers aufgeführt. Typekit bietet im Browser mit Fonts und List zwei Ansichten an. In der Ansicht Fonts kann man Schriften sehr einfach klassifizieren. Schriften mit und ohne Serifen, Hand- und dekorative Schriften, dies alles ist sehr benutzerfreundlich untergebracht und nur ein Klick entfernt. Eine weitere Klassifizierung versucht aufzuzeigen, ob sich eine Schrift für Grundtext oder Auszeichnung eignet. Die Listendarstellung in Typekit verfügt über eine Auflistung von Themen, Alternativen zu Schriftfamilien und den Verwendungszweck von Schriften.

Schriften für Web und Desktop

Weiter wird angezeigt, ob die Schrift nur für Web, nur für Desktop oder für beides zur Verfügung steht. Desktop meint letztlich die Verwendung in den Programmen wie InDesign CC&Co, meist als PDF-Export. Mit Webfonts wird die Darstellung einer Schrift auf allen Browsern gewährleistet. Auf der Web-Site mit der Typekit-Schrift wird ein Code im HTML eingefügt.

Typekit-Schriften beziehen

Ist die Schrift für Desktop oder Web ausgesucht, so reicht ein Klick um sie den CC-Programmen verfügbar zu machen. Dazu klickt man einfach auf Use Fonts. Es erschient eine neue Seite, wo man noch weitere verfügbare Schriftschnitte beziehen kann. Darauf folgt noch eine Bestätigungsseite und danach steht die Schrift mit sämtlichen ausgewählten Schriftschnitten als Typekit-Font in den CC-Programmen zur Verfügung.

Vorteile von Typekit

Ein grosser Vorteil für Gestaltungsprozesse ist sicher der sofortige und unkomplizierte Bezug von vielen Schriften. Ein weiterer Vorteil liegt in der unkomplizierten Dateiweitergabe innerhalb der CC-Programme. Wird beispielsweise ein InDesign CC-Dokument mit verwendeten Typekit-Schriften weitergegeben, und die Schrift ist beim Empfänger nicht verfügbar, so kann dieser mit seinem gültigen CC-Abo den Typekit-Font ganz einfach synchronisieren. Typekit-Schriften ist plattformunabhängig, so dass fehlende Schriften innerhalb der CC-Programme nicht mehr zum Problem werden. Typekit-Schriften können in Pfade umgewandelt werden und sie werden für die Erstellung von PDF eingebettet.

Nachteile von Typekit

Typekit-Schriften sind nicht fassbar. Diese werden weder sichtbar im System installiert, noch werden Typekit-Schriften aus InDesign CC oder aus Illustrator CC als «fassbare» Schrift verpackt. Ferner sind Typekit-Schriften an die CC-Prgoramme gebunden und auf deren Abodauer beschränkt. Kein Abo, keine Typekit-Schrift. Web-Sites mit verwendeten Typekit-Schriften können nach Ablauf eines Abos plötzlich ganz anders aussehen.

Ein nicht zu unterschätzender Nachteil ist auch der oft leicht verzögerte Zugriff auf den Schriften-Server. Mit anderen Worten: die Schriftauswahl erfolgt langsamer, als bei installierten Schriften. Zudem besteht die Befürchtung im Raum, dass künftige Programm-Versionen nur noch Typekit-Schriften unterstützen werden. Typekit zementiert die Abhängigkeit zum Hersteller Adobe.

Kosten prüfen

Das Basisangebot ist zwar vorerst im Abo enthalten, doch wer mehr oder andere Schriften möchte oder wer andere Schriften beispielsweise als Webfont breiter einzusetzen gedenkt, wird zur Kasse gebeten und muss sich tiefer mit den Nutzungsbestimmungen einer Schrift und dessen Verwendungszweck befassen.

Grundsätzlich kann man mit dem kostenlosen Typekit-Angebot Trial  mit Webfonts «bloss» eine Web-Site veröffentlichen. Aktuelle Infos zu den Angeboten finden Sie unter https://typekit.com/plans.

Zugriff zu Typekit-Schriftenbibliothek über die Schriftenauswahl in InDesign CC.

Schriftenauswahl direkt im Browser auf www.typekit.com. Sie Schriften sind übersichtlich klassifiziert. Die meisten Schriften sind für Web, andere auch für Desktop erhältlich.

Nach Abschluss der Synchronisation steht die Schrift diversen Adobe Creative Cloud-Programmen, innerhalb gültiger Mietdauer, zur Verfügung.

Kostenlos sind für Desktop bloss 20 synchronisierte Schriften. Typekit wird in PDF eingebettet. Mit Web-Fonts kann man eine Web-Site mit zwei Typekit-Schriften kostenlos erstellen. Die korrekte Darstellung auf Web und Mobile benötigt ein gültiges Abo.